Das Nachbarschaftszentrum. Modersohnstraße 55, 10245 Berlin. Tel. (030) 2929603

             

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Bilder eines Abenteuers

Die Rudi-Galerie im Kiez zeigt Fotografien von der Trasse

Vor 35 Jahren elektrisierte der Begriff Drushba-Trasse eine ganze Generation von Jugendlichen in der DDR. Es ging darum, gemeinsam mit sechs weiteren Ländern des Wirtschaftsbündnisses RGW eine etwa 3000 Kilometer messende Erdgasleitung durch die Weiten der Sowjetunion zu bauen. Und in der verschlafenen DDR, weit entfernt von jeglicher Revolution, riss der Ruf der Partei ausnahmsweise plötzlich freiwillig und massenhaft junge Leute aus dem täglichen sozialistischen Gang.

Das war doch mal spannend, der provinziellen Enge zwischen Elbe und Oder, Frühschicht und Betriebsfest entfliehen, tausend Kilometern entfernt von zu Haus arbeiten und leben zu können. Und das noch für gutes Geld – ein Traum.

Auch Dietmar Schürtz und Hajo Obuchoff hatten 1975 diesen Traum. Beide fanden sich bald hinter dem Lenkrad von zu Disko- und Kinowagen umgerüsteten Militär-LKW wieder, die auf den Landstraßen zwischen den ukrainischen Städten Krementschuk und Bar die Kultur zu den Bauarbeitern bringen sollten. Als sogenannte Kulturniks organisierten sie den größten Teil der knapp bemessenen Freizeit für die Trassenbauer. Filme wurden gezeigt, Bücher ausgeliehen und Begegnungen mit den Einheimischen aus den umliegenden Orten organisiert.

Als Hobby-Fotografen hielten beide das Trassengeschehen aus ihrer ganz persönlichen Sicht fest. Die Aufnahmen mögen nicht immer künstlerisch hochgesteckten Anforderungen entsprechen – sie sind aber Zeitdokumente und zeigen vor allem durch ihre Nähe und ihre eigene Perspektive das Leben an der Trasse.

 

Vernissage am 9. April: Podiumsgespräch statt feierlicher Reden.

Dietmar Schürtz, Hajo Obuchoff, Horst Buerschaper

[Foto: Rainer Fischer]

Hajo Obuchoff und Dietmar Schürtz zeigen ihre Fotos von der Erdgastrasse in einer Ausstellung, die bis zum 5. Mai im Rudi-Nachbarschaftszentrum zu sehen ist.

Mehr zur Ausstellung und den Künstlern finden Sie HIER

 

»Held des Tages« - des Tages?

Detlef Zöllner hilft ALG-II-Empfängern, ihre Probleme zu lösen

 

Seit fast zwei Jahren betreut Detlef Zöllner die ALG-II-Beratungsstelle im Rudi-Nachbarschaftszentrum. Seine Kompetenz, sein Einfühlungsvermögen und seine Tatkraft haben sein kleines Büro zu einer weit über den Bezirk hinaus bekannten Adresse gemacht. Detlef Zöllner (55) war früher selbst obdachlos. Heute hilft er anderen bei ihren Anträgen, Widersprüchen, Sozialrechts-Streitfällen oder Wohnungsproblemen. In seiner Freizeit betreut er vier Mitbürger, die wegen psychischer Erkrankungen und schwerer Schicksalsschläge kaum in der Lage wären sich zu helfen; er erledigt ihre Einkäufe und Behördengänge und isst mit ihnen am Sonntag zu Mittag. Denn Detlef Zöllner weiß, wie schwer es mitunter sein kann, das Leben zu meistern.

Die BZ kürte ihn für den 8. Februar zum »Held des Tages«. Für die vielen durch ihn Hilfe und Beistand Findenden und für seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Rudi-Nachbarschaftszentrum ist er nichtsdestoweniger der Held aller Tage.

Foto Rainer Fischer

 

Nützliche Informationen über die ALG-II-Beratungsstelle im Rudi finden Sie HIER

 

 

 

 

 

 

Projekte und Serien:

 

 

 

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