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Kartenausschnitt:
Berlin. Bezirk Friedrichshain, 1995, 1 : 5000
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KONTAKT
Projekt Corinthstraße
RuDi- Nachbarschaftszentrum
Modersohnstraße 55
10245 Berlin
Tel. (030) 2929603
team@corinthstrasse.de
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Blick in die
Corinthstraße nach Westen
Foto: Rainer Fischer 2006
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er
in einem Haus lebt, das älter ist als er selbst, in einer Straße, die eine
mindestens hundertjährige Geschichte hat, wird sich früher oder später
vorzustellen versuchen, wie es hier einmal aussah. Wer hat früher in ihr
gelebt? Wie ist meine Straße überhaupt zustande
gekommen?
Auch diese Fragen standen am Beginn unseres Geschichtsprojekts, sie lagen
buchstäblich auf der Straße. Unter dem Dach des
RuDi-Nachbarschaftszentrums hat sich ein kleines Häuflein historisch
Interessierter zusammengefunden, um Antworten zu finden, die über eine
nostalgische Heimatkunde hinaus gehen. Aber wie meistens im Leben, werden
die Dinge komplexer, je näher man sich mit ihnen befasst, und
scheinbar auf der Hand Liegendes entpuppt sich als bedenkensnotwendiges
Problem: Was genau ist eine Straße? Jedenfalls meinen wir nicht den
Schotterweg, der die Ortschaften A und B miteinander verbindet, sondern eine
Straße innerhalb einer Gemeinde. Denn für unser Projekt bedeutet Straße
ja zweierlei: den von Gebäuden gesäumten Verkehrsweg innerhalb einer Großstadt
und die Menschen, die in ihr leben.

So will unser Projekt versuchen, Fragen der politischen Geschichte, der Städteplanung
und Architektur ebenso wie solche der Kultur- und Sozialgeschichte zu
beantworten, also eine Berliner Straße in ihrem möglichst vollständigen
historischen Kontext zu beleuchten.
Die Corinthstraße haben wir als als Gegenstand unseres Interesses gewählt,
weil sie als ehemals belebte Geschäftsstraße die Lebensader des
Rudolfkiezes bildete, weil in ihr Menschen aus sozialen Schichten, wie sie
verschiedener kaum sein können, zusammen lebten und nicht zuletzt wegen der
räumlichen Nähe zum RuDi und der sich daraus ergebenden Verbundenheit mit
den Anwohnern.
Um unser Vorhaben zu realisieren, sind wir auf alle nur erdenklichen Quellen
angewiesen. Das sind neben den öffentlich zugänglichen Dokumenten aus
Archiven und Bibliotheken vor allem die Auskünfte der Anwohner, die
letztlich zu einem lebendigen Bild der Geschichte der Corinthstraße
beitragen. Darum bitten wir hier alle (auch ehemaligen) Anwohnerinnen und
Anwohner der Corinthstraße, uns zu unterstützen.
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